März 2025: Die Reue des Prometheus

29. März 2025
Gethsemanegemeinde Frankfurt/Main
Heinrich-Heine-Chor mit Anna Staab & Gregor Praml

Die Reue des Prometheus

Ankündigung in der FNP vom 24.3.2025

Ankündigung in der FNP vom 24.3.2025

Wieder volles Haus.  Weil Katharina Bach krankheitsbedingt am Tag der Vorstellung absagen musste, übernahm Anna Staab vom Theater Willy Praml ihren Part. Bravourös. Großer Beifall.

„Es war, als hätt‘ der Himmel die Erde still geküsst….“. Eichendorff/Schumanns „Mondnacht“ intoniert vom Heinrich-Heine-Chor Frankfurt im Jahr 2025. Romantik angesichts der absehbaren und bereits heranrollenden Katastrophen?
Seit 200 Jahren steht die Romantik in Opposition zur rasanten und blindwütigen Beschleunigung der Natur­beherrschung durch die Menschen im Zuge der industriellen Revolutionen. Heute reut es Prometheus, dass er dem Menschen­geschlecht das Feuer als Grundlage der zivilisatorischen Entwicklung brachte. Denn: Die moderne Menschheit entpuppt sich als ein Kollektiv von Brandstiftern, die Feuer an die vor Jahrmillionen entstandenen unterirdischen Wälder und Moore legen“.  „I can’t hide you…“ – Nina Simones Sinnerman und Hubert v. Goiserns Sünder suchen vergebens nach einem Versteck.

Anna Staab, unterstützt von Gregor Praml (Bass und LoopMachine), kommentierte und konfrontierte die Gesänge des Heinrich-Heine-Chors (Leitung Wolfgang Barina) mit Texten von Svetlana Alexijewitsch, Peter Sloterdijk, Philipp Blom und Thomas Metzinger.

Liedprogramm: Turn Turn Turn (Buch Kohelet/ Pete Seeger/ The Byrds/The Seekers/Barina) – Mondnacht (Eichendorff/Schumann/Barina) – Ballade vom ertrunkenen Mädchen (Brecht/Weill) – Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh (Brahms/Barina) – Plorans Ploravit (Couperin/Barina) – Sinnerman Vatiationen (Nina Simone/Hubert v. Goisern/Barina) –  Nacht liegt über fremden Wegen / Esti Dal (Heine/Kodaly/Barina) – The Times Are A’Changin‘ (Dylan/Barina)