FAZ, 10. September 2018

In einem kühlen Grunde
Willy Praml lässt die Hexen in der Naxoshalle tanzen.

„…. Die musikalische Schlüsselrolle aber hat der Heinrich-Heine-Chor inne,der schon vor fünf Jahren für eine Praml-Inszenierung gegründet wurde. Diesmal intonieren die 16 Sänger, angetan in Harzer Bergmannskleidung (Schleef! Brocken!), ein aufs andere Mal „In einem kühlen Grunde“ samt jener oft unterschlagenen Strophe, die den enttäuschten Liebhaber zum lebensmüden Krieger werden lässt. Nach mir das Nichts!….“

Frankfurter Rundschau, 10. September 2018

Karges Elend, trügerische Euphorie
Das Theater Willy Praml inszeniert zur Frankfurter Goethe-Festwoche eine „Walpurgisnacht“ als „deutsche Höllenfahrt“.

…. doch eigentlich steckt unter den Helmen ein Männerchor, der mit sanfter Melancholie das Volkslied „In einem kühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad“ anstimmen wird…..

 

Frankfurter Neue Presse, 10. September 2018

Die dunklen Kräfte, die zerstören, übernehmen das Regime
Eine deutsche Höllenfahrt, wild nach Goethe, Heiner Müller, Alexander Kluge und Nietzsche

„Pünktlich zur Frankfurter Goethe-Festwoche inszenierte Willy Praml in der Naxoshalle Michael Webers „Walpurgisnacht“.
…. Das Fegegeräusch des Reisig-Hexenbesens macht den wie eingefroren dastehenden Schauspieler befremdlich lebendig, der Männerchor singt vom kühlen Grunde, ein Offizier
mit Hakenkreuzbinde erzählt von der unerfüllten homosexuellen Liebe zum Kollegen….“